Bullhorn ist eine Plattform für Personaldienstleister mit ATS, CRM und KI-Funktionen. Laut eigener Website setzen über 10.000 Unternehmen auf die cloudbasierte Plattform (Stand 09/2026). Wenn du trotzdem nach einer Bullhorn Alternative suchst, lohnt sich zuerst eine Frage: Welche Aufgabe soll das Werkzeug eigentlich lösen? Kandidaten, Stellen und Besetzungen verwalten? Oder planbar neue Mandate gewinnen?

Hier liest du, was Bullhorn laut Herstellerseiten abdeckt und kostet (Stand 09/2026), wo recruitpilot ansetzt und wann sich beide ergänzen.

Bullhorn: Was es laut Anbieter abdeckt

Bullhorn hat laut Startseite seinen Hauptsitz in Boston und beschäftigt 1.400 Mitarbeitende in 14 Ländern. Die Produktseite für ATS und CRM richtet sich an Personaldienstleister jeder Größe. Auf der Startseite nennt Bullhorn unter anderem die Segmente Arbeitnehmerüberlassung und Interimslösungen, Healthcare und Executive Search.

Schwerpunkte laut Anbieter (Stand 09/2026):

  • ATS und CRM in einer Plattform: Kandidat:innen, Stellen, Schichten und Kunden werden laut Produktseite zentral verwaltet, inklusive Anbindung an Gmail und Outlook.
  • Business Development und Recruiting zusammen: Laut Startseite betreiben Personaldienstleister Business Development und Kundenbeziehungen zusammen mit Candidate Sourcing, Bewerbungen und Platzierungen, ohne zwischen Tools zu wechseln.
  • Neukundengewinnung: Bullhorn widmet dem Thema eine eigene Seite, Der smarte Weg zur Neukundengewinnung, mit Erfassung von Leads und Opportunities im ATS/CRM, Automation und Analytics.
  • KI-Suite Amplify: Die Amplify Digital Workers übernehmen laut Anbieter unter anderem Datenanreicherung, Matching, Screening, Nurture-Sequenzen für passive Kandidat:innen und Prospecting-Sequenzen, um neue Kunden zu gewinnen.
  • Erweiterbarkeit: Laut Preisseite umfasst der Plan Core einen App-Marketplace mit 350+ Partnern und LinkedIn-Integrationen.

Was du prüfen solltest: Die Amplify Digital Workers sind laut Preisseite Teil von Bullhorn Max oder als Add-on aufgeführt, beides auf individuelles Angebot. Ist Neukundengewinnung dein Hauptthema, lass dir zeigen, welche Akquise-Funktionen dein Plan enthält.

Bullhorn Alternative – im Überblick

recruitpilot: Der andere Ansatz

recruitpilot ist für Personalberater, Headhunter und Personaldienstleister gebaut, deren Engpass die Zahl der Mandate ist. Es ist kein ATS und keine Front-Office-Plattform, sondern setzt gezielt auf der Kundenseite an.

So arbeitet der Sales Pilot: Er findet Unternehmen mit Hiring-Signalen wie offenen Stellen oder Wachstum, reichert die Kontakte der Entscheider an und bereitet personalisierte Nachrichten über LinkedIn und E-Mail vor. Du gibst jeden Lead und jede Nachricht vor dem Versand frei. Die Akquise läuft also automatisiert, mit deiner Freigabe.

Der Unterschied im Kern: Bullhorn bündelt laut Anbieter Kandidaten, Kunden, Besetzungen und KI-Funktionen in einer Plattform. recruitpilot konzentriert sich auf eine Aufgabe: die Pipeline an potenziellen Mandanten füllen.

Vergleich im Überblick

AnbieterSchwerpunkt laut AnbieterZielgruppePreismodell (Quelle, Stand)
BullhornATS und CRM in einer Plattform, Business Development und Recruiting zusammen, KI-Suite Amplify mit Digital Workers (unter anderem Prospecting- und Nurture-Sequenzen), App-MarketplacePersonaldienstleister jeder Größe; genannt werden unter anderem Arbeitnehmerüberlassung, Healthcare, Executive SearchPro Nutzer:in und Monat: Starter 85 Euro, Core 115 Euro; Pro, Max und Pläne für größere Personaldienstleister auf individuelles Angebot (Preisseite, Stand 09/2026)
recruitpilotMandatsakquise: Unternehmen mit Hiring-Signalen finden, Entscheiderkontakte anreichern, personalisierte Nachrichten über LinkedIn und E-Mail vorbereiten, Versand erst nach deiner FreigabePersonalberater, Headhunter, PersonaldienstleisterStarter 390 Euro, Growth 690 Euro, Scale 1.490 Euro pro Monat (netto), 3 Monate Mindestlaufzeit, danach monatlich kündbar (recruitpilot, Stand 10/2026)

Wann Bullhorn passen kann

  • Du suchst ein System für Kandidaten, Stellen, Schichten und Kunden in einer Plattform
  • Du arbeitest in Segmenten, die Bullhorn selbst nennt, etwa Arbeitnehmerüberlassung, Healthcare oder Executive Search
  • Du willst Recruiting und Business Development im selben System steuern
  • Du willst dein Setup über einen App-Marketplace erweitern

Wann recruitpilot passen kann

  • Du bist Personalberater, Headhunter oder Personaldienstleister, und dein Engpass sind die Mandate, nicht die Kandidatenverwaltung
  • Du willst Unternehmen mit Hiring-Signalen systematisch finden und die Entscheider anreichern lassen
  • Du willst Nachrichten über LinkedIn und E-Mail vorbereiten lassen, aber jede vor dem Versand selbst freigeben
  • Du willst einen festen Monatspreis mit 3 Monaten Mindestlaufzeit, danach monatlich kündbar
  • Du willst einen Anbieter mit Sitz in Wien

Einen breiteren Überblick über Tools für diese Zielgruppe findest du im Artikel Headhunter Software. Weitere Einordnungen im Detail: Manatal Alternative und Recruit CRM Alternative.

Bullhorn ersetzen oder ergänzen?

recruitpilot ist kein ATS. Die Frage lautet deshalb meist nicht entweder oder, sondern: Welche Aufgabe übernimmt welches Werkzeug?

Option 1: Ergänzung. Du behältst Bullhorn für Kandidaten, Stellen und Besetzungen und nutzt recruitpilot für die Mandatsakquise. Die Übergabe in dein bestehendes System klären wir im Discovery Call.

Option 2: Erst prüfen, was du schon hast. Bullhorn bietet laut Anbieter selbst Funktionen für Neukundengewinnung, etwa Prospecting-Sequenzen der Amplify Digital Workers. Prüfe, ob sie in deinem Plan enthalten sind und zu deinem Prozess passen. Willst du einen separaten Akquise-Prozess, bei dem du jeden Lead und jede Nachricht freigibst, ist recruitpilot eine Option.

Ob und in welcher Form du Unternehmen per E-Mail oder LinkedIn erstmals ansprechen darfst, hängt vom Einzelfall ab, lass das anwaltlich prüfen. Wie du Mandatsakquise grundsätzlich aufbaust, steht im Artikel Mandatsakquise in der Personalberatung.

Preismodelle im Überblick

Bullhorn rechnet laut Preisseite (Stand 09/2026) in den Plänen für kleine Personaldienstleister pro Nutzer:in ab. recruitpilot rechnet pro Paket und Monat ab.

Anbieter und PlanPreis laut AnbieterQuelle, Stand
Bullhorn Starter85 Euro pro Nutzer:in und Monat, laut Preisseite inklusive kostenloser ImplementierungPreisseite, 09/2026
Bullhorn Core115 Euro pro Nutzer:in und Monat, laut Preisseite inklusive kostenloser ImplementierungPreisseite, 09/2026
Bullhorn Pro und MaxIndividuelles AngebotPreisseite, 09/2026
Bullhorn Front Office Growth und Enterprise (größere Personaldienstleister)Preis auf AnfragePreisseite, 09/2026
recruitpilotStarter 390 Euro, Growth 690 Euro, Scale 1.490 Euro pro Monat (netto), 3 Monate Mindestlaufzeit, danach monatlich kündbarrecruitpilot, 10/2026

Angaben zu Mehrwertsteuer, Abrechnungsintervall und Vertragslaufzeit nennt die Bullhorn-Preisseite bei Starter und Core nicht. Frag das im Angebot nach, ebenso die Preise für Add-ons wie Amplify oder Analytics, die laut Preisseite auf Anfrage angeboten werden.

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